In unserem vorherigen Artikel, „Von der Straße nach Hause: Warum einen Hund aus Bosnien adoptieren?“, erzählten wir mehr über die Situation der Straßenhunde und warum so viele Hunde ein sicheres Zuhause suchen.

Hinter jedem Hund steckt eine Geschichte, aber auch ein sorgfältiger Prozess, bevor er bereit ist, zu seiner neuen Familie zu reisen.

In diesem Artikel erklären wir Ihnen Schritt für Schritt, wie eine Adoption bei Hope for Dogs funktioniert: von der ersten Einführung und der medizinischen Vorbereitung bis zu dem Moment, in dem Ihr Hund endlich nach Hause kommt.

Die Adoption eines Hundes ist eine große Entscheidung. Es kommt nicht nur darauf an, einen Hund auszuwählen, der Ihnen gefällt, sondern vor allem darauf, welcher Hund wirklich zu Ihrem Leben passt.

Jeder Hund hat seinen eigenen Charakter, seine eigene Vergangenheit und seine eigenen Bedürfnisse. Der fröhliche junge Hund, der überall hin will, braucht vielleicht eine ganz andere Familie als der ruhige Hund, der erst einmal etwas Zeit braucht, um Vertrauen aufzubauen.

Deshalb glauben wir, dass ein gutes Spiel wichtiger ist als eine schnelle Platzierung.

Unser Ziel ist nicht nur, dass ein Hund ein Zuhause hat.

Unser Ziel ist es, dass ein Hund ein Zuhause findet.

1. Orientierung: Welcher Hund passt zu Ihnen?

Der erste Schritt beginnt oft einfach damit, sich umzusehen.

Auf unserer Website finden Sie Hunde, die bereit sind, ein neues Kapitel zu beginnen. Wir teilen mit jedem Hund so viele Informationen wie möglich, wie zum Beispiel:

  • Fotos
  • Alter
  • Hintergrund
  • Was wir über den Charakter wissen

Aber natürlich erzählt ein Foto nie die ganze Geschichte.

Ein Hund ist mehr als ein paar hübsche Augen auf einem Bildschirm.

Deshalb können Sie jederzeit Fragen stellen. Sind Sie unsicher, welcher Hund zu Ihrer Situation passt? Sie haben Kinder, andere Tiere oder wenig Erfahrung mit Hunden? Dann denken wir gerne mit Ihnen mit.

Da wir jeden Tag mit unseren Hunden interagieren, kennen wir den Charakter, die Gewohnheiten und die kleinen Macken der meisten Hunde gut.

Doch zusätzliches Interesse an einem bestimmten Hund kann genau diesen Unterschied machen. Manchmal hilft es, wenn jemand von außen einen Hund besonders beleuchtet.

Wenn jemand ernsthaftes Interesse zeigt, können wir uns mehr Zeit nehmen, den Hund noch besser kennenzulernen und ihn darzustellen. Wir machen zusätzliche Fotos und Videos, beobachten noch genauer, wie ein Hund reagiert und erzählen gerne mehr über den Charakter hinter diesem süßen Gesicht.

Denn hinter jedem Hund steckt seine eigene Geschichte. Und manchmal braucht ein Hund einfach jemanden, der diese Geschichte sichtbar macht.

Auf diese Weise erhalten Hunde, die möglicherweise weniger auffallen, die Aufmerksamkeit, die sie verdienen, und gemeinsam erhöhen wir ihre Chance, ein eigenes Zuhause zu finden.

2. Einführung: Die richtige Übereinstimmung finden

Wenn Sie sich für einen Hund interessieren, beginnt die Vorstellung.

Wir senden Ihnen einen Fragebogen zu, in dem wir mehr über Ihre Situation erfahren möchten. Nicht weil es richtige oder falsche Antworten gibt, sondern weil wir verstehen wollen, wie Ihr Alltag aussieht.

Wir fragen zum Beispiel:

  • Wie viel Zeit sollte der Hund alleine sein?
  • Hast du Erfahrung mit Hunden?
  • Wie sieht Ihr Wohnumfeld aus?
  • Was erwarten Sie von einem Hund?
  • Sind Kinder oder andere Tiere im Haus?

Wir vereinbaren dann einen persönlichen Termin. Wir lernen Dich in Ruhe kennen, beantworten Fragen und schauen gemeinsam, ob dieser Hund wirklich zu Dir passt.

Wir besprechen auch alle praktischen Fragen rund um die Adoption, wie zum Beispiel:

  • Die Adoptionsgebühr
  • Der Transport
  • Die medizinische Vorbereitung
  • Was Sie während und nach dem Adoptionsprozess erwarten können

Manchmal entdecken wir gemeinsam, dass ein anderer Hund vielleicht besser zu uns passt. Und das ist überhaupt keine schlechte Sache.

Die beste Akzeptanz ist nicht die schnellste Akzeptanz.

Die beste Adoption ist ein Paar, bei dem sowohl Mensch als auch Hund glücklich sind.

3. Vorbereitung vor der Abreise

Wenn wir gemeinsam spüren, dass zwischen Ihnen und dem Hund eine tolle Übereinstimmung besteht, beginnt das besondere Warten auf Ihr neues Abenteuer.

Obwohl sich das Warten auf Ihren Hund manchmal endlos lang anfühlt, passiert hinter den Kulissen viel. Wir sorgen dafür, dass alle Vorbereitungen für den Transport in Ordnung sind.

Jeder Hund hat seinen eigenen Weg.

Viele Hunde sind bereits medizinisch vorbereitet, bevor sie zur Adoption freigegeben werden. Andere Hunde müssen dennoch bestimmte Schritte durchlaufen. Dies variiert je nach Hund und ist immer maßgeschneidert.

Wenn Zeit ist, üben unsere Freiwilligen kleine Schritte, die beim Übergang in ein neues Leben helfen können, wie zum Beispiel:

  • An der Leine laufen
  • Gewöhnung an ein Geschirr
  • Umgang mit neuen Situationen
  • Kontakt mit Menschen
  • Gewöhnung an Haushaltsgeräusche

Und natürlich werden wir Sie nicht in Atem halten.

Während der Wartezeit erhalten Sie Fotos und Videos Ihres Hundes, damit Sie Teil seiner Geschichte werden können.

Sie erhalten auch den Reservierungs- bzw. Adoptionsvertrag. Auf diese Weise werden alle Absprachen klar festgehalten und wir können dem Tag Ihres Treffens vertrauensvoll zusammenarbeiten.

4. Transport: der Tag, auf den sich alle freuen

Dann kommt endlich der Moment, der manchmal monatelang vorbereitet wurde: die Reise ins neue Zuhause.

Unsere Hunde reisen mit regulierten Transportmitteln.

Vor der Abreise erstellen wir eine Gruppen-App, in der wir in Kontakt bleiben und Updates austauschen. Auf diese Weise wissen Sie, wo sich Ihr Hund befindet, und können ihn bis zum Eintreffen Schritt für Schritt verfolgen.

Und dann passiert es.

Die Tür öffnet sich.

Nach allem, was dieser Hund durchgemacht hat, beginnt endlich ein neues Kapitel.

Aber unsere Beratung endet hier nicht.

Wir bleiben auch nach der Adoption erreichbar. Haben Sie Fragen? Fällt Ihnen etwas auf? Möchten Sie diskutieren? Wir sind hier.

Wie lange dauert der Adoptionsprozess?

Leider gibt es hierfür keinen festen Zeitpunkt.

Jeder Hund hat seine eigene Geschichte und jede Reise ist anders. Die Dauer hängt unter anderem ab von:

  • Die medizinische Vorbereitung
  • Das Alter des Hundes
  • Impfungen und Wartezeiten
  • Verfügbare Transportmöglichkeiten
  • Die persönliche Situation des Hundes

Was wir versprechen: Wir halten Sie während des gesamten Prozesses auf dem Laufenden.

Sie haben Fragen oder möchten schnell mit uns Kontakt aufnehmen? Per Messenger sind wir in der Regel schnell erreichbar.

Medizinische Vorbereitung und Dokumente

Die Gesundheit unserer Hunde steht immer an erster Stelle.

Jeder Hund, der durch Hope for Dogs reist, ist medizinisch vorbereitet und erfüllt die Transportvoraussetzungen.

Dazu gehören unter anderem:

  • Impfungen gegen Hundekrankheiten und Tollwut
  • Entwurmung
  • Behandlung gegen Flöhe und Zecken
  • Ein Mikrochip gemäß den europäischen Vorschriften
  • Ein Heimtierausweis mit allen notwendigen Informationen
  • Ein Gesundheitscheck durch einen Tierarzt

Sterilisation oder Kastration

Viele erwachsene Hunde wurden vor der Reise bereits kastriert oder kastriert. Dies ist jedoch standardmäßig nicht in den Adoptionskosten enthalten.

Ob einem Hund bereits geholfen wurde, ist je nach Hund unterschiedlich. Für diesen Eingriff sind Welpen natürlich noch zu jung.

Wenn einem Hund noch nicht geholfen werden konnte, prüfen wir gemeinsam die Möglichkeiten. Wenn möglich, kann dies über uns zu einem reduzierten Preis erfolgen 60 €oder zu einem späteren Zeitpunkt durch den Adoptierenden selbst.

Da jeder Hund seine eigene Geschichte und seinen eigenen medizinischen Hintergrund hat, bleibt die individuelle Anpassung wichtig.

Was können Sie von einem Straßenhund aus Bosnien oder Serbien erwarten?

Ein Köter beginnt nicht mit einem leeren Buch.

Er hat bereits Kapitel geschrieben, bevor er zu Ihnen kommt.

Vielleicht musste er nach Nahrung suchen.

Vielleicht hat er nie drinnen gelebt.

Vielleicht hat er gelernt, dass Menschen unberechenbar sein können.

Das heißt aber nicht, dass er keine Liebe geben kann.

Im Gegenteil.

Viele Straßenhunde sind äußerst klug und aufmerksam. Sie haben gelernt, Situationen schnell einzuschätzen und sich anzupassen.

Das bedeutet aber manchmal auch, dass sie Zeit brauchen.

Die ersten Tage und Wochen

Wenn Ihr Hund nach Hause kommt, ändert sich buchstäblich alles.

Neue Düfte.

Neue Klänge.

Ein Haus.

Ein Korb.

Leute, die plötzlich sagen:

„Du bleibst hier.“

Für manche Hunde ist das sofort toll. Sie laufen neugierig umher und scheinen schon immer zu Hause gewesen zu sein.

Andere Hunde brauchen mehr Zeit.

Sie könnten wegkriechen.

Sie verstehen den Zweck einer Bank noch nicht.

Sie wissen nicht, was ein Spielzeug ist.

Sie müssen entdecken, dass sie in Sicherheit sind.

Beide Reaktionen sind normal.

Geben Sie Ihrem Hund vor allem Zeit, Ruhe und Berechenbarkeit.

Man muss nicht alles auf einmal lernen.

Die erste Aufgabe Ihres Hundes besteht nicht darin, zuzuhören.

Die erste Aufgabe Ihres Hundes besteht darin, ihm zu vertrauen.

Lesen Sie unseren Artikel „Straßenhund im Haus: die ersten Wochen“ mehr über die erste Zeit nach der Adoption.

Toilettentraining, Gehen und Gewöhnung

Viele ehemalige Straßenhunde sind das Leben, wie wir es kennen, nicht gewohnt.

Ein Gürtel kann seltsam sein.

Eine belebte Straße kann überwältigend sein.

Ein Haus mit Fernseher, Staubsauger und Besuchern kann für viele neue Reize sorgen.

Auch Sauberkeit ist nicht immer selbstverständlich.

Nicht weil ein Hund ungehorsam ist, sondern weil ihm noch nie jemand beigebracht hat, wie das Leben im Haus funktioniert.

Mit Geduld, Struktur und positiver Anleitung machen die meisten Hunde enorme Fortschritte.

Einige innerhalb weniger Tage.

Andere brauchen Monate.

Jeder Hund hat sein eigenes Tempo.

Und dieses Tempo ist beeindruckend.

Die ersten Wochen zu Hause: unsere wichtigsten Tipps

Geben Sie Ihrem Hund einen sicheren Ort

Ein eigener Korb oder eine Kiste an einem ruhigen Ort bietet Ihrem Hund einen Rückzugsort.

Respektiere diesen Ort.

Dort braucht er eine Zeit lang nichts.

Halte die Welt klein

In den ersten Wochen muss Ihr Hund nicht sofort jeden treffen.

Keine hektischen Geburtstage.

Keine vollen Hundeweiden.

Keine endlosen Besuche.

Zuerst lernt man sich kennen.

Eine sichere Basis ist wichtiger, als alles auf einmal zu entdecken.

Bauen Sie Spaziergänge langsam auf

Beginnen Sie mit kurzen und sanften Spaziergängen.

Gewöhnen Sie Ihren Hund an alle neuen Gerüche und Geräusche.

Bei einem Spaziergang geht es nicht nur darum, Kilometer zu sammeln. Für einen neuen Hund ist jeder Busch, jedes Auto und jeder Radfahrer eine neue Erfahrung.

Seien Sie geduldig beim Toilettentraining

Gehen Sie regelmäßig nach draußen.

Belohnen Sie gewünschtes Verhalten.

Unfälle nicht bestrafen.

Ihr Hund versucht nicht, schwierig zu sein. Er lernt einfach etwas völlig Neues.

Benutzen Sie immer einen sicheren Gurt

Ein gut sitzendes Fluchtschutzgeschirr ist eines der wichtigsten Dinge für einen neuen Köter.

Viele Hunde können durch unbekannte Geräusche oder Situationen erschreckt werden. Dadurch können sie rückwärts aus einem normalen Halsband oder einem Standardgeschirr herausschlüpfen.

Deshalb empfehlen wir in der ersten Stunde immer einen sicheren 3-Punkt-Gurt.

Gegen eine Gebühr stellen wir Ihnen gerne ein passendes Geschirr für die Adoption zur Verfügung. Sie müssen lediglich für eine passende Leine bzw. Leine selbst sorgen.

Damit möchten wir sicherstellen, dass jeder Adoptierende sicher und gut vorbereitet startet.

Wir werden auch nach der Adoption dort bleiben

Einen Hund zu adoptieren ist ein Abenteuer.

Ein wunderbares Abenteuer.

Manchmal aber auch ein Abenteuer mit Herausforderungen.

Deshalb sind wir auch nach der Adoption für Sie da.

Unsere Freiwilligen haben selbst Erfahrung mit Straßenhunden und verstehen, dass nicht jeder Schritt selbstverständlich ist.

Eine Frage.

Ein ungewisser Moment.

Eine Situation, die zum Nachdenken anregt:

„Mache ich das richtig?“

Sie können uns jederzeit kontaktieren.

Denn einen Hund zu retten bedeutet nicht nur, dafür zu sorgen, dass er geht. Es bedeutet auch, dafür zu sorgen, dass er wirklich nach Hause kommt.

Ihre Rolle in der größeren Geschichte

Hinter jedem Hund steht eine ganze Kette von Menschen.

Der Freiwillige, der ihn gefunden hat.

Die Person, die sich um ihn gekümmert hat.

Der Tierarzt, der ihm geholfen hat.

Das Transportteam, das ihn in Sicherheit brachte.

Und letztendlich Sie.

Die Person, die die Tür öffnet.

Stellen Sie einen Korb hin.

Gibt einen Namen.

Und sagt:

„Du musst nie wieder gehen.“

Einen Hund aus Bosnien oder Serbien zu adoptieren bedeutet mehr, als nur ein Tier zu sich nach Hause zu bringen.

Du gibst einem Hund eine Zukunft.

Aber Sie tragen auch zu einer größeren Geschichte bei.

Denn jede Adoption schafft Platz.

Platz für den nächsten Hund, der Hilfe braucht.

Sie möchten helfen, eine Adoption ist aber noch nicht möglich? Auch das Teilen, Spenden oder Sichtbarmachen unserer Geschichten hilft enorm.

Auf diese Weise erreichen wir Menschen, die möglicherweise diejenigen sind, die einem Hund eine zweite Chance geben.

Und vielleicht ... Vielleicht ist Ihr zukünftiger Kumpel einer von ihnen. 🍀