Eine der ersten Fragen, die wir von potenziellen Anwendern erhalten, lautet:
„Was kostet es, einen Hund aus dem Ausland zu adoptieren?“
Das ist eine berechtigte Frage. Wer eine wohlüberlegte Entscheidung treffen will, muss wissen, worauf er sich einlässt, finanziell und darüber hinaus.
Bei der Adoption eines Hundes geht es nicht nur darum, sein Zuhause und sein Herz zu öffnen, sondern auch darum, Verantwortung für ein Leben zu übernehmen. In diesem Artikel listen wir übersichtlich alle Kosten für einen adoptierten Hund auf. Vom einmaligen Adoptionsbeitrag bis hin zu den monatlichen Ausgaben, die Sie für die kommenden Jahre berücksichtigen.
Bei Hope for Dogs befreien wir Hunde aus oft schwierigen Lebensumständen. Wir stellen sicher, dass jeder Hund die erforderliche medizinische Versorgung, Impfungen, Pflege und Vorbereitung erhält, bevor er oder sie in eine neue Familie reist. Diese Pflege ist mit Kosten verbunden und wir halten es für wichtig, darüber völlig transparent zu sein.
Aber vor allem: Ein Hund ist kein Produkt mit einem Preisschild.
Hinter jedem Hund steckt seine eigene Geschichte, sein eigener Charakter und ein wertvolles Leben. Mit einer Adoption kauft man keinen Hund. Du gibst einem Hund eine Chance.
Und was dabei herauskommt, ist etwas, das man nicht kaufen kann: Vertrauen, Freundschaft und einen Kumpel fürs Leben.
Was beinhaltet die Adoptionsgebühr?
Bei Hope for Dogs betragen die Gesamtkosten für die Adoption eines Hundes: 430 €.
Dieser Betrag besteht aus zwei Teilen:
- Adoptionsbeitrag: 230 € - Dies umfasst die medizinische Versorgung und Vorbereitung des Hundes im Herkunftsland.
- Transportkosten: 200 € - Dies ist der Beitrag für einen sicheren und geregelten Transport.
Die Gesamtkosten für die Adoption eines Hundes aus dem Ausland liegen bei vielen Organisationen zwischen ca 350 € und 550 €. Der genaue Betrag variiert je nach Organisation und Land und hängt davon ab, welche Pflege und Vorbereitungen bereits durchgeführt wurden.
Was ist in der Adoptionsgebühr enthalten?
Der Adoptionsbeitrag von 230 € ist kein willkürlicher Betrag. Jeder Hund, der über Hope for Dogs adoptiert wurde, hatte Folgendes, bevor er oder sie in den Happy Bus steigt:
- Vollständige Impfungen, einschließlich Tollwut
- Entwurmung und Flohbehandlung
- Ein Mikrochip gemäß den europäischen Vorschriften
- Ein Tierpass mit allen notwendigen Impf- und Identifikationsdaten
Sterilisation oder Kastration
Eine Sterilisation oder Kastration ist standardmäßig nicht in den Adoptionskosten enthalten.
Vielen erwachsenen Hunden wurde bereits geholfen, dies variiert jedoch je nach Hund. Für diesen Eingriff sind Welpen natürlich noch zu jung.
Wenn einem Hund noch nicht geholfen wurde, besprechen wir gemeinsam die Möglichkeiten. Dies kann über uns zu einem ermäßigten Preis erfolgen 60 €, sofern dies medizinisch und praktisch möglich ist. Das Verfahren kann auch zu einem späteren Zeitpunkt vom Adoptierenden selbst veranlasst werden.
Da wir mit vielen verschiedenen Hunden arbeiten und jeder Hund seinen eigenen medizinischen Plan hat, ist eine individuelle Anpassung wichtig.
Wir gestatten keine Adoption von Hunden, wenn eine unverantwortliche Zuchtmöglichkeit bestehen bleibt.
Zusätzliche Optionen für zusätzliche Sicherheit
Wir halten es für wichtig, dass jeder Anwender diese neue Reise gut vorbereitet beginnt. Deshalb machen wir uns gerne Gedanken darüber, was ein Hund braucht, um sicher und gesund in sein neues Leben zu starten.
3-Punkt-Sicherheitsgurt: 25 €
Ein neues Leben beginnt oft mit einer aufregenden Zeit. Auch der süßeste und geselligste Hund kann in den ersten Tagen vor lauter neuen Eindrücken unsicher sein.
Deshalb empfehlen wir gerade in der ersten Phase einen gut sitzenden 3-Punkt-Sicherheitsgurt. Dies verringert das Risiko, dass ein Hund aus Angst ausbricht, und gibt ihm Zeit, sich sicher an seine neue Umgebung zu gewöhnen.
Für 25 € Wir sorgen dafür, dass Ihr Vierbeiner über einen passenden 3-Punkt-Sicherheitsgurt verfügt. Sie müssen lediglich für eine passende Leine bzw. Leine selbst sorgen.
Zusätzliche Gesundheitstests
Zusätzlich zur üblichen medizinischen Vorbereitung bieten wir Adoptanten die Möglichkeit, zusätzliche Tests durchführen zu lassen.
Diese Tests sind standardmäßig nicht in der Adoptionsgebühr enthalten, können aber zusätzliche Erkenntnisse über den Gesundheitszustand des Hundes liefern. Für einige Anwender gibt dies ein schönes Gefühl der Sicherheit.
4D-Test: 40 €
Ein 4D-Test prüft auf verschiedene Erkrankungen, die durch Zecken, Mücken oder andere Insekten übertragen werden können und in Teilen Süd- und Osteuropas auftreten.
Der Test prüft auf:
- Herzwurmerkrankung, verbreitet durch Mücken
- Leishmanie, verbreitet durch Sandfliegen
- Ehrlichiose, eine durch Zecken übertragene bakterielle Infektion
- Anaplasmose, eine durch Zecken übertragene bakterielle Infektion
Giardia-Test: 20 €
Giardien sind Darmparasiten, die regelmäßig bei Hunden auftreten, insbesondere wenn sie in Gruppen leben.
Auf Wunsch des Adoptanten bieten wir auch die Möglichkeit an, den Hund vorab testen zu lassen.
Bei Welpen sehen wir die Situation anders. Da sie noch jung sind und ihr medizinischer Werdegang unterschiedlich ist, sind diese Tests nicht immer notwendig oder sinnvoll.
Diese Tests sind kein obligatorischer Bestandteil der Adoption, können aber eine wertvolle Ergänzung für Adoptierende sein, die zusätzliche Informationen wünschen, bevor ihr Hund nach Hause kommt.
Wir überwachen weiterhin genau die Gesundheit unserer Hunde und engagieren uns täglich für ihre Pflege. Bei gesundheitlichen Problemen oder Zweifeln konsultieren wir selbstverständlich einen Tierarzt.
Wir geben stets alle uns bekannten medizinischen Informationen weiter, damit Adoptierende gut vorbereitet in das neue Abenteuer starten können. Natürlich können wir nicht alles vorhersagen oder ausschließen, aber wir tun alles, um ehrlich und transparent über das zu kommunizieren, was wir wissen.
Warum verlangen wir einen Adoptionsbeitrag?
Hope for Dogs ist eine gemeinnützige Organisation. Niemand innerhalb unserer Stiftung erhält für diese Arbeit ein Gehalt.
Alles, was wir tun, tun wir aus Liebe zu den Hunden und aus der Überzeugung, dass jedes Tier eine Chance verdient.
Mit dem Adoptionsbeitrag decken wir einen Teil der Kosten rund um unsere Hunde. Halten:
- Medizinische Versorgung
- Impfungen
- Absplittern
- Stromversorgung
- Assyl
- Tägliche Pflege
- Sicherer Transport ins neue Zuhause
Doch die tatsächlichen Kosten für die Pflege unserer Hunde sind oft höher, als die Adoptionsgebühr decken kann.
Manche Hunde benötigen zusätzliche medizinische Betreuung, beispielsweise Behandlungen nach einem Unfall, Hautproblemen, einer Operation oder einer langfristigen Rehabilitation. Gerade bei jungen Welpen, die krank ankommen und intensivmedizinisch versorgt werden müssen, können hohe Tierarztkosten anfallen.
Leider können wir trotz aller Liebe und Mühe nicht immer jedes Leben retten. 🥺
Darüber hinaus laufen die täglichen Kosten weiter. Jeder Hund muss jeden Tag fressen, versorgt werden und sich sicher aufhalten können. Bei so vielen Hunden bedeutet das ständige Verantwortung.
Deshalb sind wir neben den Adoptionsbeiträgen auch auf Spenden von Menschen angewiesen, die unsere Arbeit unterstützen. Jeder Beitrag hilft uns, Hunden die Pflege zu geben, die sie brauchen, und dem nächsten Hund eine Chance zu geben.
Ein Adoptionsbeitrag verändert ein Leben. Spenden werden uns helfen, noch viele weitere zu retten.
Monatliche Kosten eines Hundes
Die Adoptionskosten fallen einmalig an. Doch die Adoption eines Hundes bedeutet auch eine finanzielle Verantwortung für viele Jahre.
Neben Liebe, Zeit und Aufmerksamkeit gibt es auch wiederkehrende Kosten, die Sie berücksichtigen müssen.
Essen: 30 bis 100 € pro Monat
Die Kosten hängen von der Größe, dem Alter und der Aktivität des Hundes sowie der Art des von Ihnen gewählten Futters ab.
Haustierversicherung oder Sparkonto: 20 bis 50 € pro Monat
Dies ist nicht zwingend erforderlich, es ist jedoch ratsam, auf unerwartete medizinische Kosten vorbereitet zu sein.
Tierarzt und Vorsorge: 10 bis 25 € pro Monat
Dies ist ein Durchschnitt, wenn man die jährlichen Kosten über das Jahr verteilt. Denken Sie an Impfungen, Vorsorgeuntersuchungen, Parasitenprävention und Zahnpflege.
Sonstige Kosten: 10 bis 40 € pro Monat
Dazu gehören Snacks, Spielzeug, Pflegeprodukte, Trainings- und Ersatzartikel wie Halsband, Geschirr oder Leine.
Im Durchschnitt können Sie mit ca. rechnen 70 bis 200 € pro Monat für einen Hund.
Größere Hunde, Hunde mit medizinischem Bedarf oder Hunde, die eine spezielle Ernährung benötigen, können natürlich mehr kosten.
Ein Hund ist keine einmalige Ausgabe, sondern ein Familienmitglied für viele Jahre.
Kauf eines adoptierten Hundes im Vergleich zu einem reinrassigen Hund
Wer über die Anschaffung eines Hundes nachdenkt, steht oft vor der Wahl: Adoptieren oder kaufen Sie einen reinrassigen Hund vom Züchter.
Aus rein finanzieller Sicht ist der Unterschied groß. Ein reinrassiger Hund von einem registrierten Züchter kann leicht dazwischen kosten 1.000 € und 3.000 €. Für beliebte Rassen wie eine Französische Bulldogge oder einen Golden Retriever zahlen Sie manchmal sogar noch mehr.
Oftmals fallen zusätzliche Kosten für Impfungen, Chipping und Sterilisation oder Kastration an, da diese Angelegenheiten bei einem Welpen meist noch nicht vollständig abgeschlossen sind.
Wenn Sie einen Hund aus dem Ausland adoptieren, zahlen Sie bei Hope for Dogs den Gesamtbetrag 430 € und ein großer Teil der medizinischen Vorbereitung ist bereits geregelt.
Aber abgesehen von der finanziellen Situation gibt man einem Hund, der es dringend braucht, eine zweite Chance. Unsere Hunde lebten auf der Straße, waren in Tierheimen oder wurden aus der Vernachlässigung gerettet.
Sie verdienen ein warmes Zuhause.
Schauen Sie sich gerne unsere Seite mit den verfügbaren Hunden an, um zu sehen, wer derzeit auf eine Familie wartet.
Versteckte Kosten, die oft vergessen werden
Zusätzlich zu den monatlichen Fixkosten gibt es auch Ausgaben, an die neue Hundebesitzer manchmal weniger denken.
Es ist gut, dies im Voraus zu berücksichtigen.
Erster Tierarztbesuch: etwa 50 bis 100 US-Dollar
Es ist ratsam, nach der Adoption Ihren eigenen Tierarzt aufzusuchen.
Auf diese Weise kann die Krankenakte besprochen werden, Sie können Fragen stellen und Ihr Hund hat einen festen Platz für die zukünftige Pflege.
Grundausstattung: ca. 100 bis 300 €
Halten:
- Ein Korb oder ein Hundebett
- Futter- und Wassernäpfe
- Ein Geschirr und ein Halsband
- Ein Gürtel
- Pflegeprodukte
- Spielzeug
- Möglicherweise eine Bank
Schulung oder Verhaltensberatung
Die Kosten richten sich nach den Bedürfnissen des Hundes.
Manche Hunde brauchen Zeit, Geduld und Anleitung von ihrer neuen Familie. Andere Hunde benötigen möglicherweise zusätzliche Unterstützung durch einen Trainer oder Verhaltenstherapeuten.
Unerwartete medizinische Kosten
Ein Hund kann immer krank werden oder einen Unfall haben.
Zum Beispiel:
- Zahnprobleme
- Eine Verletzung
- Eine Infektion
- Eine chronische Erkrankung
- Eine notwendige Operation
Bereiten Sie sich finanziell gut vor
Einen Hund zu adoptieren ist ein wunderbarer Schritt, aber auch eine Verantwortung für viele Jahre.
Wir empfehlen Ihnen daher, im Vorfeld über einen finanziellen Puffer nachzudenken. So führen unerwartete Situationen nicht sofort zu unmöglichen Entscheidungen.
Wenn Sie sich für eine Adoption entscheiden, entscheiden Sie nicht nur über die Kosten und Verantwortlichkeiten. Sie entscheiden sich auch für einen Hund, der endlich die Chance bekommt, sicher, geliebt und zu Hause zu sein. „